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    Torrausch
    Allsvenskan

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    Der Alte packt’s endlich!

    Zweimal hintereinander musste sich Tutenchamon einem anderen geschlagen geben: 2009-3 Sven-Kristjan, 2010-1 dann Profijogger, doch diesmal konnte der alte Ägypter sein Grab in Form des ersten Tabellenplatzes bis zum Schluss hüten und die erste Meisterschaft seiner Karriere, die dritte für Malmö FF überhaupt feiern.

    Vier Punkte betrug letztendlich sein sicherer Vorsprung auf die Verfolger von IF Elfsborg, die sich nach dem Double des letzten jahres nun mit Vizemeisterschaft und Pokal begnügen müssen – sicherlich ein gutes Trostpflaster für Coach Profijogger, der bereits den sechsten Pokalsieg nach Borås holt.
    Mit deutlichem Rückstand folgen auf den EuropaLeague-Plätzen auch schon europaerfahrene Klubs, darunter auch Spätzünder MyPa 47, die sich mit Trainer Schtief in der letzten Saison als Pokalfinalist für Europa qualifizierten, aber nach einem fulminanten Saisonende nun selbst Nägel mit Köpfen machen konnten. Eigerahmt werden die Finnen von ihren Landsleuten aus Tampere und den großen Göteborgern von IFK, deren Trainer Sven-Kristjan im Schlussspurt offenbar wieder die richtigen Worte fand und eine verloren geglaubte Saison noch in den EL-Plätzen abschließen konnte. Ob Daniel mit TamU den beiden verbandseigenen Kontahenten dann in der nächsten Saison wieder die Show stehlen wird und als beste „schwedische“ Mannschaft den Wettbewerb der EuropaLeague abschließen kann, wird die Zeit zeigen. Komplettiert wird das Feld von Trelleborgs FF, die es MyPa Anjalankoski nachgemacht haben und als Pokalfinalist Europa bereisen werden. Glücklich also, wer im Finale gegen IF Elfsborg spielen darf.
    Trotz guter Leistungen und zwischenzeitlich hoffnungsvoller Ausgangslage haben Baleu und Ralf mit ihren Vereinen die begehrten EL-Plätze letztlich verfehlt: Zwar befinden sich sowohl Kalmar FF als auch GAIS in theoretischer Schlagdistanz, zum großen Wurf hat es dennoch nicht gelangt: Was für Kalmar ungewohnt ist, nämlich nicht europäisch zu spielen, ist für die kleinen Makrelen Gewohnheit, jedoch konnten sie den Abstand im Großen und Ganzen auf den Lokalrivalen verringern, so dass die anvisierte Wachablösung im Göteborger Fußball im nächsten Jahr nicht aussichtslos ist.
    Absteigen müssen nicht überraschend Inter Turku und AIK Solna, so dass nun neben Helsinki auch Stockholm ohne Mannschaft in der schwedisch-finnischen Fußballliga ist. Tilo Kruse wird’s egal sein, konnte er sich doch auf den letzten Metern noch aus der Abstiegszone befreien. Für die nächste Saison plant man im beschaulichen finnischen Wintersportort dann aber wohl eine etwas unspannendere Saison.
    Es bleibt, den Trainern eine gute Saisonvorbereitung zu wünschen, zumal denen, die in Europa angreifen dürfen, damit nach dem EuropaLeague-Finale der letzten und dem ChampionsLeague-Halbfinale dieser Saison auch im nächsten Jahr ein europäischer Erfolg verzeichnet werden kann.

    Gruß Alles Gute, Zip Schmitz

    Ende September um 20:00 Uhr
    Svenska Cupen 23.08.2010

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    Es geht wieder los

    Und es stellen sich die üblichen Fragen: Wer wird Meister? Wer holt den Svenska Cupen? Und wie reagieren die anderen Nationen darauf, dass Champions und Europa League von den Skandinaviern dominiert werden?

    Die neue Saison beginnt. Endlich. Nach viel zu langer Winterpause, die Gerüchten zufolge daran lag, dass Vattenfall der Liga den Strom abgedreht hatte und man erstmal auf ausreichend Tageslicht warten musste. Der Verbandspräsident dementiert dieses jedoch, und auch die vielen Aufkleber auf seinen Möbeln hätten nichts zu bedeuten. Mehr könne er jedoch nicht sagen, da er jetzt einen dringenden Termin mit einem Herrn Zwegat aus Berlin habe.
    So, zurück zum Sport. Da geht es diese Saison um einiges, nämlich die beiden wichtigsten Titel im europäischen Vereinsfußball: Den Meistertitel der Allsvenskan und den Svenska Cupen. Gerade einmal sechzehn Mannschaften sind berechtigt, an diesem Wettbewerb teilzunehmen, was seine Exklusivität unterstreicht. Leider führt dieses dazu, dass viele Trainer eine große Ehrfurcht vor der Allsvneskan zeigen und sich nicht hineintrauen: Immerhin sechs Vereine stehen frei! Das wird sich hoffentlich noch verbessern.
    Und damit viel Erfolg im Kampf um Titel und Ehre! Und insbesondere viel Spaß in der Saison 2010-1.

    Nachtrag: Tilo Kruse hat jetzt beim FC Lahti angeheuert.



    ZAT um eine Woche verschoben

    Leider gibt es ein technisches Problem, weshalb ich die Auswertung heute nicht mehr schaffen kann; der ZAT muss deshalb leider auf nächsten Montag verschoben werden (ich bin nur heute abend kurz zu Hause). Wahrscheinlich werden wir eine englische Woche einbauen müssen, um die verlorene Zeit aufzuholen.



    1. ZAT

    NMR: löffel (FC Haka)



    Nach dem Warten auf GroMo

    Nachdem der Ligapräsident auf Grund der schlechten Wetterlage und der daraus resultierenden unbespielbaren Plätze den Start der Allsvenskan herausgezögert hatte, waren die Klubs umso heißer, endlich wieder loszulegen. Dabei blieb jedoch der ein oder andere Kaltstart nicht aus.

    Dies gilt wohl vor allem für Jönköping und den völlig neben sich stehenden Jungs vom FC Haka: Während die Verantwortlichen von J-Södra jedoch die noch nicht zum Abschluss gekommene Trainersuche als Grund angaben, bleiben bei den Finnen um Erfolgscoach löffel durchaus Rätsel, wie die Nullleistung des zweimaligen Meisters zustande kommen konnte.
    Ebenfalls noch unter Wert verkaufte sich ein weiterer Finne, nämlich der ehemalige ChampionsLeague-Sieger Tampere United um Starcoach Daniel, der allerdings auch noch mit angezogener Handbremse gespielt zu haben schien.
    Vorne haben sich unterdessen bereits wieder die üblichen Verdächtigen versammelt, auf den Plätzen 3-6 befinden sich Kopf an Kopf vier der aktuell international vertretenen Vereine, interessanterweise auch in der entsprechenden Reihenfolge der letzten Saison – beginnend mit Meister Göteborg um Altmeister Sven-Kristjan und Vizemeister Malmö um Ägyptenimport Tutenchamon und gefolgt von IFKs ewigem Rivalen Elfsborg von Schwedenurgestein profijogger und Svenska Cupen-Sieger Kalmar FF von baleu.
    Ganz oben jedoch hat sich vorerst Trainer hemi mit der einstigen Fahrstuhlmannschaft Helsingborgs IF platziert, mit der bislang reinen Weste von 9 Punkten. 2 Punkte dahinter lauert jedoch mit Coach Kruse ein alter Bekannter, jedoch mit einem neuen Verein, dem finnischen FC Lahti. Man darf gespannt sein, ob er dort an die alten Erfolge mit Halmstads BK anknüpfen kann oder das Pech ihm am Schuh kleben bleibt.

    Zuletzt kann noch ein Wort zum Auftreten der Schweden in Europa gesagt werden: Nachdem die Qualifikation für alle Vereine erfolgreich lief, ist für die meisten auch in der ersten Gruppenphase noch alles möglich. Malmö und Göteborg müssen dabei in der ChampionsLeague zwar auf ihre starken Stürmer setzen, haben es aber durchaus noch in der Hand. In der EuropaLeague sind Tampere und Elfsborg so gut wie weiter, von Kalmar werden wir uns hingegen verabschieden müssen – nach zwei bitteren 3:4 Heimpleiten.

    Allen Trainern weiterhin viel Erfolg in der Allsvenskan und in Europa und den führungslosen Vereinen bei der Trainersuche,



    2. ZAT

    NMR + Entlassung: Löffel (FC Haka)



    Paukenschläge!

    Die erste Trainerentlassung der Allsvenskan 2010-1 ist gleich auch der erste Paukenschlag dieser Saison: Ausgerechnet Meistertrainer Löffel musste sich nach dem sechsten Spieltag die Papiere seines Arbeitgebers FC Haka abholen. Mit einem Punkt zieren die Finnen das Tabellenende, interimsweise wird Konsta Iinnalainen übernehmen.

    Der zweite Paukenschlag ist sicher das Vorpreschen von GAIS Göteborg mit Trainer Ralf an die Tabellenspitze: Drei Siege machten es möglich, dass dem kleinen Rivalen von IFK diese Ehre zumindest vorübergehend zuteil wird. Letzere lauern mit Altmeister Sven-Kristjan weiter aussichtsreich – mittlerweile auch vor Hemi und seinen Mannen von Helsingborg, dem ersten Tabellenführer der diesjährigen Allsvenskan. Hinter den kleinen Göteborgern konnten sich neben Cupsieger Kalmar mit Vize Malmö und den von Trainerlegende Profijogger gecoachten Elfsborgern Vereine mit Ambitionen postieren.
    Am Tabellenende finden sich derzeit vor Haka die finnischen Kollegen von MyPa Anjalankoski von Coach Schtief und der Hauptstadtklub aus Solna, der von Pascal Schwarz betreut wird. Während den Finnen lediglich ein Heimpunkt gelingen konnte, musste AIK gänzlich auf Punkte verzichten, wobei v. a die Heimniederlage gegen Gefle IF für schlechte Stimmung im Råsundastadion gesorgt haben dürfte.

    Als dritter Paukenschlag lässt sich Tutenchamons ChampionsLeague-Coup bezeichnen. Denn trotz öffentlich zur Schau gestelltem Understatement gelang es Malmö mit einem sensationellen 5:5 in Panserraikos, sich sogar noch den Gruppensieg zu sichern. Für Göteburg war an dieser Stelle jedoch Schluss – bitter, zumal es letztlich nur an zwei Toren scheiterte. Und auch in der EuropaLeague war dem Königreich nicht viel Gutes vergönnt: Kalmar konnte auch das letzte Heimspiel nicht gewinnen und so verabschiedet sich Trainer Baleu abgeschlagen aus dem Wettbewerb, den auch Elfsborg verlassen muss. So kommt es, dass bezeichnenderweise die Finnen aus Tampere von Erfolgscoach Daniel die blau-gelben Farben alleine im früheren UEFA-Pokal vertreten müssen.



    3. ZAT

    NMR: Pascal Schwarz (AIK Solna)

    Denkt daran: Nächste Woche startet der Pokal.



    Der Meister geht baden!

    Sven-Kristjan und seine Göteburger gehen schweren Zeiten entgegen, nach dem bitteren Aus in Europas Eliteklasse musste der Meister drei Niederlagen in Folge hinnehmen, die die Hafenstädter vorerst in die untere Hälfte der Allsvenkan befördern.

    Unterdessen hat sich Helsingborg durch drei Siege in Folge die Tabellenspitze wieder zurückerobert. Hinter den Mannen von Hemi lauern nun bereits mit einigem Abstand auf die Verfolger Cupsieger Kalmar, die nicht mehr ganz so kleinen Göteburger von Ralf und der CL-Teilnehmer Malmö mit Tutenchamon. Interessant generierte sich das Aufeinandertreffen der letzen beiden: Die Makrelen von GAIS wurden im heimischen Gamla Ullevi vom Vizemeister genüsslich in einem 0:4 verspeist.
    Ganz hinten droht Pascal Schwarz, nach dem Abrutschen von AIK Solna auf den Platz der roten Laterne als zweiter Trainer der aktuellen Saison der Rauswurf. Allzu passiv zeigte sich der ehemalige ChampionsLeague-Finalist in den letzten Spielen. Langsam aber sicher wiederum klettern die schlecht gestarteten Finnen aus Tampere den europäischen Plätzen entgegen. Knapp hinter Profijoggers Elfsborgern liegen die Mannen von Trainer Daniel aussichtsreich auf dem 7. Rang.

    Malmös Start in die Zwischenrunde der ChampionsLeague war eher durchwachsen, punktgleich und mit der wohl stärksten Physis der Gruppe liegen sie derzeit auf Rang 4 der stark besetzten Gruppe um Titelverteidiger Dundee United.
    EuropaLeague-Vertreter Tampere erreichte durch ein deutliches 7:2 im heimischen Ratina-Stadion gegen Istanbul BB das Achtelfinale, wo mit Celtic FC wiederum ein schlagbarer Gegner wartet.



    5. ZAT

    NMR: schtief (Mypa)

    Achtung: Nächste Woche gibt es zwei ZATs (19.4. und 22.4.)!



    Herbstmeister Kalmar – vorne wird es eng

    Baleu hat den ersten, zugegebenermaßen eher nebensächlichen, Titel der aktuellen Saison geholt. Seine Jungs von Kalmar FF schoben sich am letzten Spieltag der Hinrunde auf den ersten Platz: Zwar ließ man bei der diesjährigen Überraschungsmannschaft von GAIS noch Punkte, aber dennoch reichte es, um die etablierten Vereine aus Malmö und Elfsborg (vorerst) hinter sich zu lassen.

    Doch gerade die Elf von Trainer Profijogger konnte sich mit 5 Siegen aus den letzten sechs Partien in den Vordergrund spielen, zumal sie dabei noch über eine herausragende Physis verfügen, die ihnen möglicherweise zumal am nächsten Mammutspieltag zupass kommen könnte. Auch Tampere United unter der Regide von Daniel hat nach dem eher verkorksten Saisonstart den Anschluss wieder geschafft und lauert hinter Hemi mit den Roten aus Helsingborg, die sich zwar lange an der Spitze halten konnten, zuletzt aber dann doch dem Kraftaufwand Tribut zollen und wiederum bei Ralfs Makrelen Punkte lassen mussten.
    Im Mittelfeld der Liga hat sich nun der Meister, IFK Göteburg, eingerichtet, die sich neben der gewohnt starken Kondition zuletzt auch von der Psyche her wieder gefestigt präsentierten: Trainer Sven-Kristjan hat somit auch die vor ihm liegenden Finnen aus Lahti und Turku sowie Aufsteiger Örebro SK im Visier. Dabei pirscht sich vor allem Tilo Kruse langsam an die Spitzenplätze heran. Am Tabellenende tummeln sich derweil Vereine, die man dort eher nicht erwartet: Schtief setzte mit Myllykosken Pallo 47 an einem Katastrophenspieltag den Erfolg der letzten Jahre aufs Spiels, in denen sich die Finnen in Schwedens Eliteklasse etablieren konnten. Der FC Haka, in der vorletzten Saison noch Meister setzt sich nach Löffels Demission weiter unten fest und auch Pascal Schwarz muss mit seinen Hauptstädtern noch bangen, auch wenn man sich an den letzten Spieltagen nach der Nullrunde wieder aus den Abstiegsrängen befreien konnte.

    In den Europaligen musste sich mit Malmö FF nun auch der letzte genuin schwedische Vertreter verabschieden: Tutenchamon gelang in der ChampionsLeague die Wende in der Zwischenrundengruppe nicht, die Titelverteidiger Dundee letztlich für sich entscheiden konnte.
    Durchaus noch mit Chancen steht allerdings Finnenexport Tampere im Viertelfinale der EuropaLeaugue, wo jedoch mit den Esbjerg fB ein mittlerweile in Europa etablierter Verein wartet. Das Aufeinandertreffen von Startrainer Daniel, der immerhin über einen gewissen Zeitraum in der ChampionsLeague für Furore sorgte und sie sogar gewann, und dem dänischen Shooting-Star Lorenzo Valla, der in der Heimat zunehmend als Fuchs bezeichnet wird, verspricht somit höchste Spannung.

    Auch im Svenska Cupen durften Tamperes Spieler jubeln, eindrucksvoll schlugen sie im Rückspiel Kruses FC Lahti. Auch Elfsborg konnte sich gegen schwache Norrköppinger durchsetzen, wohingegen alle anderen Favoriten bereits in der 1. Runde alle Hoffnungen fahren lassen mussten, darunter Meister IFK, dessen Krise sich in den Pokalwettbewerb fortgesetzt hat, und Titelverteidiger Kalmar, der an Aufsteiger Örebro scheiterte. Weiter sind hingegen zwei Überraschungsmannschaften auch der Liga: [i| Ralf konnte sich mit GAIS aufgrund der Auswärtsstärke gegen Malmö durchsetzen und Helsingborg siegte gar beim Meister – eine gerade im Pokal deutliche Ansage von Trainer Hemi , die jedoch die Ausgangslage vor dem Duell mit Profijogger deutlich erschwert. Für die derzeitigen Ligaschlusslichter MyPa und Haka wiederum brachte der Pokal eine willkommene Erleichterung des Ligaalltags: Beide haben nach den Erstrundensiegen noch alle Chancen.



    6. ZAT

    Es gab keine besonderen Vorkommnisse, aber: Der nächste ZAT ist bereits in 48 Stunden, als am Donnerstag abend.



    Kompletter Spieltag verschoben

    Aufgrund des Vulkanausbruches in Island scheint es weiter zu schweren Behinderungen des Flugverkehrs in Skandinavien zu kommen. Zahlreiche Vereine schafften es daher nicht, zu den Spielen diese Woche anzureisen, weshalb der Spieltag verschoben wurde.

    Mit anderen Worten: So viele NMRs kann keiner wollen, deshalb findet der siebte ZAT erst am Montag, dem 26.4. statt. Der achte wird dafür auf den kommenden Donnerstag verschoben, um die Zeit wieder reinzuholen.



    7. ZAT online

    Bitte denkt daran, dass der nächste ZAT bereits am Donnerstag ist - gemeinsam mit dem Pokalhalbfinale.



    8. ZAT

    NMR: Pascal Schwarz (AIK Solna)
    Nächster ZAT: Dienstag, 4. Mai.



    Tampere startet durch – Elfsborg lauert!

    Lange Zeit war es eher ein Tasten als ein Marschieren, welches Daniel mit den Finnen von Tampere United in der Allsvenkan auf dem Weg an die Tabellenspitze vornahm. Doch nun haben die Jungs von TamU, wie ihr Trainer sie nennt, sich am Platz an der Sonne erstmal etabliert.

    Sechs Siege an den letzten neun Spieltagen haben zu diesem Kraftakt gelangt, der noch deutlicher zu Ende hätte gebracht werden können, wäre nicht ausgerechnet gegen Lokalrivale Haka daheim das entscheidende 2:3 noch gefallen. So blickt der Tabellenführer doch noch ängstlich auf die etablierten Vereine aus Malmö, Kalmar und Borås hinab, welche lediglich 2 Punkte Abstand haben. Profijogger, Trainer von IF Elfsborg, und Baleu, Coach von Kalmar FF, standen sich dabei am letzten Spieltag im Spitzenspiel in der Borås Arena gegenüber: Standesgemäß endete das Duell 4:4, ansehnlich für die Zuschauer, ärgerlich für die Teams, die beide als Sieger hätten vom Platz gehen können. Mit ihnen gemeinsam macht Tutenchamon aus Malmö Jagd auf die Finnen: Am selbsternannten Schicksals-ZAT gelang jedoch nur ein Sieg (gegen Kalmar 4:0); bei IFK musste man deutlich die Segel streichen, gegen GAIS kam man zu Hause nicht über ein 3:3 hinaus – trotz einer 3:1-Führung zur Halbzeit.
    Trainer Ralf von GAIS verweilt derzeit wieder vor dem Lokalrivalen und Meister IFK von Kollege Sven-Kristjan, die letzten Auftritte zeugen allerdings trotz Teilerfolgen vom zunehmend abnehmenden konditionellen Zustand der Mannschaft, ganz im Gegensatz übrigens zum Städtepartner, der sich vielleicht doch noch einmal anschicken will, die verkorkste Saison zumindest auf den EuropaLeague-Plätzen zu beschließen. Auch wenn es nicht einfach wird – unmöglich ist es nicht. Wenn möglich selber noch ein Wörtchen mitsprechen möchten bei diesem Vorhaben jedoch Helsingsborg und Lahti. Herbstmeistertrainer Hemi hat zwar den Kontakt zur Spitze verloren, auch durch die 3:4-Heimniederlage gegen Tampere, sammelt aber wie ein Eichhörnchen stetig Punkte – ebenso wie Tilo Kruse mit dem FC Lahti.

    Ab Platz 11 (Gefle IF) beginnt die diesjährige Abstiegsangstzone: Beste Aussichten haben dabei die Mannen von MyPa Anjalankoski von Trainer Schtief und – etwas paradox – Schlusslicht AIK. Pascal Schwarz, der in dieser – zugegebenermaßen terminlich sehr unkonstanten – Saison wiederholt abwesend wirkte (genau wie seine Mannschaft auch), hat es geschafft, durch gezielte Trainingsmethoden, im Saisonfinale ein topfittes Team ins Rennen zu schicken, für das es ein leichtes sein sollte, die drei Punkte fürs rettende Ufer noch aufzuholen – allerdings sollte dazu mehr Engagement gezeigt werden, sonst werden die Stockholmer Verantwortlichen wohl die Reißleine ziehen müssen.
    Eine weitere Herausforderung wartet derweil auf Daniel: Im Elfmeterschießen konnte Esbjerg aus der EuropaLeague geworfen und der Einzug ins Finale perfekt gemacht werden. Es ist dies bereits das dritte europäische Finale, welches Tampere United mit dem Erfolgscoach erreicht: einmal konnte die ChampionsLeague gewonnen werden, einmal musste man sich Holstein Kiel im Elfmeterschießen geschlagen geben. Gegner im diesjährigen Finale ist die Roma, welche derzeit in Topform zu sein scheint und im nächsten Jahr wohl so oder so in der ChampionsLeague antreten wird.

    MyPa 47 hat es ins Finale des SvenskaCupen geschafft, eine Leistung, die mit viel Anstrengung gezeigt werden konnte. Und auch wenn die Finnen im Finale gegen Elfsborg nur Außenseiter sind, so dürfte allein das bisher Erreichte genügen, um recht zufrieden auf die Saison zurückzublicken, natürlich nur, insofern der Klassenerhalt gelingen sollte. Für Profijogger hingegen bieten sich durch das erreichen des Cupfinals noch ganz andere Aussichten: Als einzigem Trainer ist es ihm in Schweden bislang gelungen, das Double zu holen – das war vor exakt drei Jahren. Sollte er das Finale gewinnen und auch die anderen Finnen von TamU noch von der Spitze vertreiben können, wäre er wohl endgültig reif für einen Stern auf dem schwedischen Fußball-Walk of Fame:



    9. ZAT

    NMR+Entlassung: Pascal Schwarz (AIK Solna)



    Kann Tampere den Sack zumachen?

    Die Allsvenskan steuert auf das Saisonfinale zu und theoretisch haben wir vier Kandidaten für die Meisterschaft und zusätzlich noch einen, der ins internationale Geschäft will. Um den Klassenverbleib müssen zumindest vier Vereine bangen, für zwei wird der Zug abfahren. Und die Gesamtkonstellation könnte am Ende ein Fall für Schwedenboss Groffelmoff werden.

    Mit einer gewissen Hartnäckigkeit hat sich Daniel mit seinem Klub aus Tampere an der Tabellenspitze festgebissen. Die Fitnesswerte und das scheinbar simple Restprogramm (Turku, MyPa, JöSö) des diesjährigen EuropaLeague-Finalisten mit dem finalen Heimspiel scheinen wie gemalt für die vierte Meisterschaft nach 2007-3, 2008-3 und zuletzt 2009-1. Jedoch, so warnen die Experten, ‚Cave Elfsborg’. In der Tat, nachdem Profijogger seinem Team nach der 0:5-Pleite beim amtierenden Meister intern wohl eine kräftige Ansprache gehalten hat, folgten zwei Siege und die Rückkehr der physischen Dominanz. Auch das Restprogramm lässt die Elfsborger noch hoffen, nach drei Jahren Abstinenz wieder einmal Meister zu werden. Ob das noch ausstehende Finale des Svenska Cupen da belastend ist? Wohl kaum, beachtet man einmal den herausragenden Fitnesszustand des Teams.
    Ob soviel guten Zuspruchs für diese beiden Traditionsmannschaften könnten sich die Teams aus Kalmar, Malmö und Göteburg ein wenig zurückgesetzt vorkommen. Tatsächlich bescheinigen ihnen die Experten mehr den Kampf um die beiden EL-Plätze als um die ChampionsLeague-Qualifikation. Dass Sven-Kristjan, über dessen Abgang nach dieser Achterbahnsaison bereits spekuliert wird, es am Ende doch noch schafft, käme nach der Hinrundenleistung, wohl einem kleinen Wunder gleich. Zumal auch das Restprogramm nicht einfach wird, kommt doch Konkurrent Baleu höchstpersönlich noch ins Gamla Ullevi. Dieses Aufeinandertreffen erhöht für den dritten im Bunde, Tutenchamon, die Chancen auf den Platz im internationalen Geschäft: Überhaupt wäre es für den Ägypter eine Risenenttäuschung, nächste Saison dort gar nicht mehr vertreten zu sein, da man im Grunde die ganze Saison auf den so genannten blauen Plätzen verbracht hat.
    Die Entlassung von Pascal Schwarz bringt unterdessen Leben in den tristen Abstiegskampf. Derzeit auf dem letzten Platz liegend, haben die Hauptstädter trotzdem noch alle Chancen, auch wenn noch Göteburg und Kalmar ins Råsunda Stadion kommen. Topfit sind sie, dank Konditionstrainer Kevin Ingelsson, der interimsweise den Verein nun übernommen hat. Auch Schtief hat mit seinen mannen von Anjalankoski noch gute Chancen, v. a. weil der Konkurrenz aus Norr- und Jönköping die Luft auszugehen scheint. Sollten sie es jedoch nicht schaffen, muss der Ligapräsident in Erscheinung treten, da die 47er selbst bei einer Finalniederlage im Svenska Cupen für die EuropaLeague gemeldet werden müssen, wenn Elfsborg die ChampionsLeague-Quali erreicht.
    Spannende Zeiten also im Königreich, die durch die internationalen Erfolge einen Sprung in der Fünf-Jahres-Wertung von 14 auf 8 gemacht haben und daher im nächsten Jahr wieder einen direkten ChampionsLeague-Platz erhalten.



    Profijogger - Stern über Borås

    Brandender Jubel in Borås, Tristesse in Tampere – so lassen sich die unterschiedlichen Stimmungen des Wochenbeginns beschreiben, zu dem sich die schwedische Trainerlegende Profijogger zum zweiten Mal nach 2007 das Double sichern konnte – ein Riesenerfolg, ist es doch bereits der vierte Meistertitel und sogar der fünfte Cupsieg der Westschweden, die damit alleiniger Rekordhalter beider Wettbewerbe sind.

    Drei Siege am letzten ZAT bedeuteten letztlich den Sprung von Platz 4 an die Spitze, die Daniel aufgrund ärgerlicher Punktverluste gegen Turku und in Anjalankoski räumen musste, bitter also, dass es ausgerechnet die finnischen Landsleute waren, die schlussendlich sogar die ChampionsLeague-Qualifikation von TamU verhinderten. Diese konnte sich Tutenchamon mit Malmö FF sichern – trotz der 0:4-Heimniederlage gegen MyPa 47. Vierter europäischer Vertreter der Allsvenkan wird der letztjährige Cupsieger Kalmar FF sein, die aufgrund zweier Niederlagen am Schluss sogar noch bangen mussten, vom letztjährigen Meister noch verdrängt zu werden, doch der knappe 1:0-Sieg gegen die kleinen Göteborger von Trainer Ralf ließ Baleu schließlich doch noch jubeln.
    Den hatte trotz der Finalniederlage im Svenska Cupen auch Schtief, der mit einem guten Schlussspurt sich den Klassenerhalt sichern konnte und am letzten Spieltag dann sehr zufrieden der Meisterfeier der Elfsborger beiwohnen konnte – denn diese bedeutet für MyPa 47 die Qualifikation für die EuropaLeague, ein sensationeller Erfolg. Nächstes Jahr auch in Schweden nicht vertreten sind die Tems von Norrköping und Haka, die sich nun Gedanken machen können, warum sie es nicht geschafft haben, einen neuen Trainer während der Saison zu präsentieren.

    Ein großer Glückwunsch also Trainer Profijogger und seinem Team zum Double und allen Trainern, die im nächsten Jahr international spielen, viel Erfolg für die europäischen Wettbewerbe.



    2010-2 startet!

    die Saison 2010-2 startet, am 21.06. ist der erste ZAT. Leider musste die Saisonvorbereitung jetzt sehr schnell geschehen, weshalb ich keine Zeit mehr hatte, im Forum nach Aufsteigerwünschen zu fragen: Als Aufsteiger habe ich jetzt Trelleborgs FF und FC Honka ausgewählt (letzterer ist damit zum ersten Mal bei Torrausch mit dabei).
    Der Terminplan könnte sich am Ende der Saison noch leicht ändern, das kommt darauf an, wann ich in den Urlaub fahre. Und das ist auch ein gutes Stichwort: Falls ihr in den Urlaub fahrt, setzt einfach ein paar Wochen im Voraus - das ist zwar vielleicht nicht perfekt, aber besser als ein NMR, und ihr müsst dann nicht panisch nach Internet suchen.
    So, und jetzt viel Spaß in der neuen Saison!

    Trainerwechsel: hemi (Helsingborgs IF) wechselt zu Aston Villa nach England.



    Des Königs neue Kleider?

    Idrottsföreningen Elfsborg – so lautete der Doublesieger 2010-1. Jetzt allerdings wird sich der Klub aus Borås beweisen müssen. Stehen also dem schwedischen König des Fußballs die neuen Kleider des Rekordmeisters und Pokalsiegers? Und kann Schweden auch in Europa auf Punktejagd gehen, um in der Fünfjahreswertung den Sprung unter die ersten 5 zu schaffen?

    Noch halten sie sich zurück, die Jungs von Trainer Profijogger, und lauern auf ihre Chance, in die europäischen Ränge der Allsvenskan vorzudringen. Doch so lange gilt es offenbar, Kräfte zu bündeln, um am Ende wieder ganz oben zu stehen. Dort konnte sich fürs erste International Turku platzieren, einer von mittlerweile 8 Mannschaften, welche mit Interimslösungen in die Saison gegangen sind. Unter diese hat sich auch Helsingborgs eingereiht, nachdem Trainer Hemi, der letzte Saison die Südwestschweden in der oberen Hälfte der Liga etablieren konnte, dem Lockruf von Aston Villa erlegen war – ein Verlust, der aber offensichtlich sportlich aufgefangen wurde, findet sich die Mannschaft doch vorerst auf dem dritten Rang wieder. Dort stehen sie zwischen Malmö und EuropaLeague-Finalist Tampere. Gerade Tutenchamon will es diese Saison wissen, hat er sich doch erst nach einigem Hin und Her entschlossen, Malmö nicht zu verlassen. Und auch Daniel kann die Beine nicht hochlegen, traf ihn doch der Spottruf ‚Vizere United’ bzw. ‚VizU’, der ihm in den ersten Spielen entgegenschallte ein wenig hart. In der Tat nämlich wartet der Erfolgscoach seit drei Saisons, in denen er Vizemeister, -pokalsieger und-europapokalsieger wurde, auf einen Titel.
    Gar nicht gut begann die Saison für Tilo Kruse, der bereits jetzt im Abstiegskampf steckt. Es bleibt ein Rätsel, warum sich der zweimalige Pokalcoach seit seinem letzten Titel so schwer tut; denn bereits mit Halmstads musste er den Gang in die Bedeutungslosigkeit antreten. Pokalfinalist MyPa 47 ist in diesem Abstiegskampf - wie im letzten Jahr – ein Konkurrent. Schtief ist es bislang noch nicht gelungen, seinen Männern die richtigen Worte zu sagen, jedoch ist in der Mannschaft nach Expertenmeinung noch jede Menge Luft nach oben. Gespannt schaut der schwedische Fußballfan zuletzt auf das Duell der Göteborger Teams von GAIS und IFK, deren Saisonstart erstaunlich parallel lief. Dies jedoch dürfte gerade Sven-Kristjan nicht schmecken, der aufgrund seiner Verpflichtungen als Nationaltrainer Deutschlands bei der diesjährigen WM erst jetzt wieder selbst auf die Kommandobrücke zurückkehrt. Ralfs Makrelen hingegen steuern einer erneut ruhigen Saison entgegen, wenn auch die deutliche Niederlage (3:0) beim Lokalrivalen ihnen den ersten Dämpfer verpasste.
    Viel Frohes gibt es unterdessen von Europas Plätzen zu berichten: Die schwedischen Teams haben die ChampionsLeague-Qualifikation überstanden, Elfsborg und Malmö haben es in ihren Gruppen jeweils mit deutschen und russischen Teams zu tun, der Meister überdies mit Arsenal, der Vize mit Verona. Zumindest nominell darf man sich also auf spannende Hauptrundenspiele freuen. Schlechter hat es IFK in der EuropaLeague angetroffen, die nach der LastMinute-Quali der letzten Saison nun bereits in der Vorrunde ausscheiden. Der Trainer ist also – nimmt man die Liga hinzu – bereits früh unter Druck. Kalmar FF mit Trainer Baleu hat es hingegen geschafft, in den Gruppenspielen geht es gegen Haifa, Alloa Athletic und Rennes. MyPa Anjalankoski, Neuling in der EuropaLeague, bekommt es mit Lutsk, Scunthorpe und Neapel, Tampere mit Tel Aviv, Moskau und die immer starken Dänen von Brøndby zu tun.



    3. ZAT

    Wechsel: Patrick2404 ist neuer Trainer beim FC International Turku, er war vorher bereits kurze Zeit in Frankreich tätig.



    3. ZAT

    Wechsel: Patrick2404 ist neuer Trainer beim FC International Turku, er war vorher bereits kurze Zeit in Frankreich tätig.



    Tutenchamon kann Land gewinnen

    Malmö FF ist der Sprung an die Tabellenspitze gelungen und dabei sehen die Jungs von Tutenchamon noch ziemlich frisch aus, gerade der gestürzte Primus International Turku hat unter seinem neuen Trainer Patrick trotz der Erfolge nämlich schon einiges an Kräften einbüßen müssen.

    Wichtig für die derzeitige Platzierung Malmös an der Spitze der Allsvenskan ist sicher das 4:2 in Helsingborg gewesen, dem Zweiten, der das Verfolgerfeld auch mit der Überraschungsmannschaft Gefle IF anführt. Doch diese müssen aufpassen, haben sie doch bereits im letzten Jahr nach gutem Start den Anschluss letztlich nicht halten können. Auch Aufsteiger Örebro SK klopft an die EuropaLeague-Plätze an, muss sich aber vorerst hinter Doublesieger Profijogger und seinen Jungs von IF Elsborg einreihen. Diese lauern ebenso wie Tampere United mit Coach Daniel auf die Schwächen der Gegner und das Freiwerden der oberen Plätze. Dann wird sich zeigen, ob Frühstarter Malmödagegenhalten kann und die Heimweste weiß halten kann.
    Enttäuschend verläuft die Hinrunde wieder einmal für Altmeister Sven-Kristjan, dessen IFK Göteburg lediglich hinter Baleus Kalmar FF den zehnten Platz belegt. Zwar wirken die beiden Titelträger von 2009-3 noch frisch, doch dürfen sie gewarnt sein, dass eine Aufholjagd, wie sie die Göteborger im letzten Schlussdrittel hingelegt haben, keineswegs die Qualität eines Abonnements hat – nicht für den Ex-Meister und nicht für den Ex-Pokalsieger. Nichtsdestoweniger dürfte es IFK gefallen, die Makrelen am Tabellenende zu finden. Gemeinsam mit MyPa Anjalankoski bilden Ralfs Mannen die Belegschaft der Abstiegsränge. Dabei muss gerade Finnencoach Schtief aufpassen, beträgt der Abstand zum rettenden Ufer doch bereits drei Punkte. Es bleibt fraglich, warum es dieser Verein nicht schafft, mal eine ruhige Saison zu spielen – aber was nicht ist, kann ja noch werden. Neidisch wird der Trainer da momentan auf seinen Kollegen Tilo Kruse schauen, der mit den finnischen Landsleuten zwar im Niemandsland, dennoch aber jenseits akuter Gefahr die noch etwas müde Nordkogge schippert.
    Unterdessen ist die Hauptrunde der ChampionsLeague gestartet, leider aus schwedischer Sicht nicht gerade positiv: Sowohl Malmö als auch Elfsborg sind in ihren Gruppen letzte, aber im Gegensatz zu den bislang sieg- und punktlosen Meistern aus Borås hat Malmö aufgrund der Ausgeglichenheit der Gruppe noch alle Chancen – es wird auf jedes Tor ankommen, um zumindest die KO-Runde der EuropaLeague zu erreichen. Dorthin scheint ausgerechnet Allsvenskan-Letzter MyPa 47 locker zu gelangen, haben sie doch trotz einiger (berechtigter?) Anfangsschwierigkeiten das Heft der Gruppe 1 in die Hand genommen, wo sie aktuell hinter Neapel einen guten zweiten Platz belegen und im heimischen Savimiemen jalkapallostadion gegen Scunthorpe alles klar machen können. Kalmar und TamU hingegen müssen noch mehr leisten: Am letzten Spieltag ihrer Gruppen wird es für beide darum gehen, die eigene Tordifferenz wettbewerbsfähig zu machen.
    Auch der Svenska Cupen ist am Wochenende gestartet – mit einem bösen Erwachen für Kalmar, die als einziger (Geheim-)Favorit bereits im Achtelfinale die Segel streichen mussten, was jedoch insofern nicht so schlimm ist, als es gegen Tabellenführer Malmö ging.



    5. ZAT

    NMR: Sven-Kristjan (IFK Göteborg)



    Tutenchamon und Tohubawohu

    Der erste Titel der diesjährigen Saison ist eingefahren: Malmö FF ist Herbstmeister. Überschattet wird der Abschluss der Hinserie jedoch vom größten schwedisch-finnischen Fußballskandal der jüngeren Geschichte.

    Patrick, Jungtrainer vom FC International Turku, kündigte nach lediglich 9 Spielen medienwirksam seinen Abgang nach Italien an und hinterlässt den derzeitigen Tabellenzweiten in desolatem Zustand. Im Gefolge seines Rücktritts kamen zudem skandalöse Details über seine Trainingsarbeit ans Licht: So ließ der windige Fußball„lehrer“ seine Jungs vor den anstehenden Spielen während eines einwöchigen Trainingslagers neben Gewaltmärschen nicht nur kilometerlang durch den Matsch krabbeln, sondern trieb sie mit einem kleinen Motorboot von Schäre zu Schäre durchs Meer. Bei den wenigen Übungen auf einem Fußballfeld jagte er sie unter Androhung und Ausübung von Stromschlägen zu Dibblings und Torschüssen mit Medizinbällen. „Natürlich nützt die eine oder andere Übung, aber irgendwann geht es nun mal nicht mehr.“, meldet sich der Kapitän der Mannschaft unter Tränen zu Wort. So zeigt der vielgelobte Offensivfußball Turkus seine hässliche Fratze. Ob der schwedische Fußballbund oder gar der Weltverband Ermittlungen einleiten werden, war zur Stunde noch nicht bekannt. Der Präsident von International flüchtet sich derweil in Galgenhumor: "Er hat uns kaputt gemacht, sein mafiöses Getue wird unseren Klub nicht nur sportlich zerstören. Aber ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert."
    Tutenchamon kann es fürs erste egal sein, denn seine Mannschaft hat neben dem Herbstmeistertitel auch die Zwischenrunde der ChampionsLeague erreicht, wo sie u. a. auf den früheren Sieger Dundee United treffen werden. Ganz anders Elfsborg: Das Team von Trainer Profijogger liegt in der Liga zwar mit lediglich 5 Punkten Rückstand auf Malmö gewohntermaßen auf der Lauer, musste sich aber in der Hauptrunde der ChampionsLeague punktlos verabschieden – der erste harte Nackenschlag für den Doublesieger der vergangenen Saison.
    Sorgen bereiten muss den Fans auch das bisherige Abschneiden des Meisters des vorletzten Jahres. IFK Göteburg findet sich mit nur 3 Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone auf einem enttäuschenden 13. Platz wieder. Trainerlegende Sven-Kristjan wirkte zudem bei den letzten Spielen abwesend, was seine Spieler scheinbar noch mehr verunsicherte. Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Traditionsmannschaft bald wieder fängt. Die Konkurrenten GAIS von Trainer Ralf und Schtief[s Eurofightern von MyPa werden jedoch auf der Hut sein und gegen IFK um den Anschluss an die obere Hälfte kämpfen. Den halten Kalmar FF und Tampere United bislang noch ohne Probleme – eine spannende Rückrunde ist garantiert.



    Tut er’s oder tut er es nicht?

    Ob er also geht, der Patrick, so lautete die Frage beim einstigen Meister FC Inter Turku, bis nach dem gestrigen Spiel Inter-Präses Håkans dem schaurigen Treiben an der finnischen Küste selbst ein Ende setzte und den Ex-Trainer, dessen Name rund ums VeritasStadion nicht mehr genannt werden darf, beurlaubte – zu spät allerdings für den mittlerweile handlungsunfähigen designierten Absteiger.

    Derweil wird auch noch Fußball gespielt in der Allsvenskan und das durchaus auf gehobenem Niveau, welches die Spannung für die kommenden Wochen hoch hält – Spannung, auf die Tutenchamon und seine Malmöer angesichts der Tabellenführung verzichten könnten. Diese haben sie zwar mit einem scheinbar beruhigenden 7-Punkte-Polster inne, doch lauert dann schon wieder Profijogger, der die Elfsborger wie immer mit erheblichen konditionellen Vorteilen in die Endphase der Saison schickt und neben der Liga auch im Pokal auf die Wiederholung seines Vorjahreserfolgs hofft. Malmös Trainer überraschte die Journalisten vor kurzem mit äußerst selbstbewussten Prognosen für den Spieltag und auch wenn die Kampfansage Richtung Tampere den Gegner nicht verunsicherte, darf man gespannt sein, wie viel an psychologischer Kriegsführung noch aus Südschweden etwa auch gen Norden unternommen werden wird. Experten sind sich jedenfalls einig, dass es zwischen diesen beiden Traditionsteams um die Meisterschaft geht, während sich der Rest um diejenigen Plätze streiten wird, die am Ende die Qualifikation für die EuropaLeague bedeuten würden.
    Die Gruppe der europäischen Anwärter ist jedoch genauso lang wie ambivalent. International routinierte Teams wie Tampere, Kalmar und IFK kämpfen dabei gegen Teams noch unbeschriebener Trainer wie GAIS und Helsingborgs. Ja sogar Aufsteiger Honka und die Unabsteigbaren von MyPa 47 können aufgrund ihrer überragenden Physis noch eingreifen. Beste Chancen scheint aber TamU mit Trainer Daniel zu haben, liegen sie doch nur knapp hinter Elfsborg und zwei Punkte vor den „leeren“ Plätzen. Für Sven-Kristjan tut sich derweil die Chance auf, eine bis auf den nationalen Pokalwettbewerb ziemlich verkorkste Saison doch wieder noch zu retten, auch wenn sich gerade Lokalrivale GAIS anschickt, an ihnen vorbei zu ziehen. Trainer Ralf jedenfalls wirkt im Training sehr zufrieden mit seinen Makrelen, die sich erstmals in europäische Gewässer trauen könnten. Ebenfalls gute Chancen, IFK und die derzeit ebenfalls überraschend platzierten Örebro SK und Gefle IF noch zu verdrängen hat Kalmar FF, deren Coach Baleu einen erneuten Einzug in Europa anvisiert. Befinden sich all diese Teams in der oberen Hälfte der Tabelle, so rangiert MyPa Anjalankoski lediglich auf Rang 14, wo sie allerdings von Übungsleiter [i|Schtief körperlich exzellent eingestellt agieren. Dahinter kämpft Tilo Kruse um den Anschluss seines FC Lahti an das vor dem Abstieg rettende Ufer – ein Kampf, der vor allem durch den abzusehenden Niedergang von Inter Turku wieder an Aussicht gewonnen hat.
    Neben der Tabellenführung in der Alsvenskan hat sich Malmö FF auch in der Zwischenrunde der ChampionsLeague eine hervorragende Ausgangsposition für den Endspurt erarbeitet. In der Gruppe 3 rangiert man derzeit aussichtsreich auf Rang 2 hinter Leeds United, wobei vor allem die Tordifferenz am letzten Spieltag gegen Dundee und in Kazan für den Viertelfinaleinzug der Schweden sprechen kann. In der EuropaLeague hält mal wieder Tampere United die schwedisch-finnischen Farben hoch – in der kommenden Woche soll in Kaliningrad der Weg ins Viertelfinale gebahnt werden, um daheim alles klar machen zu können.



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